OPTISYSTEM03

WAREMA Lichtlenk-Jalousie Typ E 80 Genius

 

Zur Ausführung kommen innenliegende Lichtlenk-Jalousien Fabrikat WAREMA, Typ E 80 Genius.

 

Um den Verschleiß an den Lichtlenk-Jalousien über die Gewährleistungsfrist hinaus einzugrenzen, werden folgende Forderungen zwingend vorgeschrieben:

 

Die Querstege der Leiterkordel werden durch Spezialstanzungen jeweils fest mit den Lamellen verklemmt. Die Oberschiene ist aus stranggepresstem Aluminium (kein Zink- oder Aluminium-Blech) vorzusehen.

 

Um eine bessere Kräfteverteilung zu erreichen sind die Motore als Mittelmotore mit angeflanschtem Planetengetriebe und beidseitigem Wellenabgang auszuführen. Außerdem vereinfacht sich das Ankuppeln von Raffstoren bei einer nachträglichen Raumaufteilung.

 

1. Oberschiene

59 mm breit, 51 mm hoch, aus 1,5 mm starkem, stranggepreßtem Aluminiumprofil, pulverbeschichtet (kein gerollformtes Alu-Band oder verzinktes Stahlband). Aus optischen Gründen muß die Kopfleiste nach unten geschlossen ausgeführt werden. Weiterhin ist hierdurch ein Verschieben oder Wandern der Einbauteile ausgeschlossen. Wendewelle aus verzinktem Vierkant-Stahlrohr. Wartungsfreie, gekapselte, teflonhaltige Lager mit Wenderolle und Bandspule aus Kunststoff, Segmentwendung zur Verhinderung der selbsttätigen Verstellung der Lamellen.

 

2. Lamellen

80 mm breit, ca. 0,4 mm dick, Profilierung in Geniuslamellenform, in konvexer Anordnung, Lamellen aus speziallegiertem, mit lichtechtem Lack im Spezialverfahren korrosionsbeständig einbrennlackiertem Aluminium..

 

Lamellenqualität:Oberseite = superweiß hochreflektierend lackiert; Unterseite = matt RAL 7035 einbrennlackiert.

 

Der Lamellenabstand untereinander beträgt 42 mm. Lamellen mit Spezialstanzung zur Arretierung der Leiterkordel.

 

Der Behang fährt mit nach außen geschlossenen Lamellen ab und mit waagerechten Lamellen auf.

 

3. Leiterkordel

Polyester-Leiterkordel, mit Kevlar-Einlage, grau, in schwerer Sonderausführung, mit Doppelstegen. Jede Lamelle wird am oberen Steg der Leiterkordel befestigt.

 

Durch ein Spezialspannsystem werden bei komplett abgefahrenem Behang die Lamellen fixiert und dadurch eine permanente Spannung der Leiterkordeln erreicht.

 

4. Aufzugsbänder

Spezialbeschichtetes Polyesterband 6 mm breit, grau in witterungsbeständiger Ausführung, dehnungs- und schrumpfarm, bruch- und knickfest. Das Aufzugsband wird durch nur 5 x 8 mm große Stanzungen geführt, wodurch der Lichteinfall in den Innenraum im Bereich der Stanzungen auf ein Minimum reduziert wird. Größere Aufzugsbandstanzungen sind nicht zulässig.

 

5. Unterschiene

80 mm breit, ca. 20 mm hoch aus stranggepreßtem Aluminiumprofil, mit grauen Endkappen aus Kunststoff.

 

6. Antrieb

Verdeckt eingebauter, wartungsfreier 230V-Mittelmotor, Schutzart IP 54, mit angeflanschtem Planetengetriebe und beidseitigem Wellenabgang, eingebauten Endschaltern und Thermoschutzschalter. Es sind generell Motore mit einstellbarem oberen und unteren Endschalter, sowie zusätzlichem oberen Auflaufendschalter einzusetzen.

 

7. Bedienung

Heben und Senken der Raffstoren durch Betätigen eines Bedienschalters. Wenden der Lamellen durch leichtes Antippen der jeweiligen Richtung. Bei Erreichen der oberen oder unteren Endlage bewirken die im Motor eingebauten Endschalter das automatische Abschalten des Antriebes.

 

8. Oberflächenbehandlung

Die sichtbaren Aluminiumteile sind in den Pulverfarben gemäß WAREMA Farbwelt pulverbeschichtet. Die Pulverfarben stehen in bis zu 5 unterschiedlichen Oberflächenqualitäten zur Verfügung.

Die Pulverbeschichtung ist mit einem Polyesterpulver in einer Schichtdicke von 60 - 120 my auszuführen. Die Vorbehandlung muss chromfrei im No-Rinse-Verfahren nach Qualitätsrichtlinie GSB AL 631 erfolgen.

HINWEIS!

Für die pulverbeschichteten Aluminiumteile müssen die Farben der RAL CLASSIC-Farbkarte, mindestens 6 DB-Farben sowie 97 Strukturfarben gemäß Hersteller-Farbspezifikation auswählbar sein. Tarnfarben und Leuchtfarben sind ausgeschlossen.

 

9. Seilführung

Seitenführung durch polyamidummantelte Stahldrahtlitze. Die obere Anbindung der Stahldrahtlitze erfolgt über einen in der Oberschiene fixierten Federspanntopf, um thermisch bedingte Längenänderungen zu kompensieren. Die Stahldrahtlitze läuft durch Stanzungen in allen Lamellen, durch die Unterschiene und wird mittels Spannschraube am Spannseilhalter aus Aluminium befestigt. Der Spannseilhalter wird am Fenster oder an der Wand verschraubt. 

 

 

 

 

 

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WAREMA Kassetten-Rollo S (rund), Ausführung mit Motor 24 V, Seilführung

 

 

Zur Ausführung kommen Kassetten-Rollos mit runder Kassette, Fabrikat WAREMA, als Anlagen für senkrechten Einbau.

 

Anwendungsbereich als Licht-, Blend- und Sichtschutz für den Innenbereich zum Einbau an senkrechten Glasflächen und in der Schräge auf Anfrage.

 

1. Kassette

Runde Kassette aus Aluminium mit einer Abmessung von 69x64 mm, pulverbeschichtet gemäß WAREMA Farbwelt.

 

2. Behang

Dessin 42160 gemäß der gültigen WAREMA Kollektion.

 

3. Welle

Aluminium-Welle Ø 29 mm.

 

4. Seitliche Führung

Seitliche Führung aus polyamidummantelter Stahldrahtlitze, Ø 0,9 mm, mit verschiedenen Spannseilhaltern aus transparentem Kunststoff.

 

5. Endstab

Endstab, geschlossen, aus Aluminium mit einer Abmessung von 9x28 mm.

 

6. Antrieb und Bedienung

Antrieb mittels Rohrmotor 24 Volt DC, mit schnell einstellbarer Endabschaltung über Druckknöpfe und automatischem Blockierschutz, einschließlich 200 cm Leitung. Ein exakter Gleichlauf der Motoren ist nicht gewährleistet. Deshalb kann es bei Gruppensteuerung in Zwischenstellungen zu unterschiedlichen Behanghöhen bei gleichen Anlagenhöhen kommen. Die Bedienung der Anlagen kann über gesondert anzufragende Elektroausstattung erfolgen.

 

7. Befestigung

Der Einbau erfolgt mittels verschraubbarem Wandträger an der Wand.

 

8. Oberflächenbehandlung

Die sichtbaren Aluminiumteile sind in den Pulverfarben gemäß WAREMA Farbwelt pulverbeschichtet. Die Pulverfarben stehen in bis zu 5 unterschiedlichen Oberflächenqualitäten zur Verfügung.

Die Pulverbeschichtung ist mit einem Polyesterpulver in einer Schichtdicke von 60 - 120 my auszuführen. Die Vorbehandlung muss chromfrei im No-Rinse-Verfahren nach Qualitätsrichtlinie GSB AL 631 erfolgen.

HINWEIS!

Für die pulverbeschichteten Aluminiumteile müssen die Farben der RAL CLASSIC-Farbkarte, mindestens 6 DB-Farben sowie 97 Strukturfarben gemäß Hersteller-Farbspezifikation auswählbar sein. Tarnfarben und Leuchtfarben sind ausgeschlossen.

 

LON-STEUERUNG:

 

Allgemeines

Die Wetterstation erfasst Messwerte für Außenhelligkeiten, Windgeschwindigkeiten, Niederschlag, Temperaturen und berechnet permanent den Sonnenstand. Die Messwerte der einzelnen Sensoren sowie Datum, Uhrzeit und der aktuelle Sonnenstand (Elevation und Azimut) werden allen Bus-Teilnehmern zur Verfügung gestellt

Die für die Funktionalität notwendigen Programme und Parameter zur Messwertverarbeitung sind in den dezentralen Aktorknoten hinterlegt, so dass ein autarkes, dezentrales Steuerungssystem gewährleistet ist.

Für jeden Motor ist ein separater Inkrementalgebereingang und Motoranschluss sowie separate Messwertverarbeitungen und Jahresverschattungsdiagramme in den Aktoren vorzusehen.

 

Inkrementalgeber

Die Ansteuerung der Behänge hat prozentual für die Positionierung (Behang in obere Endposition = 0 %; Behang in untere Endposition = 100 %) und graduell für die Lamellenverstellung (z.B. Lamellenwinkel von - 75°bis 75°) zu erfolgen. Um eine genaue Positionierung zu erreichen muss der Antrieb einen Inkrementalgeber haben, der mit einer Auflösung von min. 2° einen Impuls erzeugt. Durch das Zählen dieser Impulse vom Aktor während des Motorlaufes kann die Behanghöhe und der Lamellenwinkel sehr genau bestimmt und reproduzierbar eingestellt werden. Dabei muss auch bei geräteübergreifenden Gruppen exakter Gleichstand der Motorwellen erreicht werden.

Der maximale und minimale Lamellenwinkel ist von dem anzusteuernden Behangtyp abhängig. Die tatsächlich erreichbaren Auflösungen/Toleranzen sind von den verwendeten Antrieben und vom mechanischen Gesamtsystem des Sonnenschutzproduktes abhängig.

 

Fensterkontakt

Falls z. B. geöffnete Fensterflügel in den Fahrweg der Behänge ragen, müssen für jeden Flügel Fensterkontakte vorgesehen werden, welche die Fahrt des Sonnenschutzes blockieren.

 

Örtliche Bedienung

Bedienung mit örtlichen Bedienelementen. (Jalousietaster)

Durch kurzzeitiges Betätigen des Tasters (< 0,6 s) muss eine feine Winkelverstellung der Lamellen möglich sein. Bei Betätigungsdauer des Tasters zwischen 0,6 s und 2,6 s fährt der Behang für diese Betätigungszeit. Durch eine längere Betätigungszeit ( ³ 2,6 s) muss ein Fahrkommando ausgelöst werden, das den Behang in die obere bzw. untere Endlage verfährt. Zum Stoppen muss ein Tasten des Bedienelementes in die entgegen gesetzte Richtung genügen.

 

Zentrale Bedienung

In jeder Motorsteuereinheit müssen individuelle, auf den Nutzer abgestimmte Schaltpunkte für z.B. Wind, Sonne, Uhr parametriert werden können. Mehrere oder alle Aktoren müssen über den Bus zu sinnvollen Gruppen zusammengefasst werden können. Durch diese Gruppenbildung besteht die Möglichkeit, Fahrbefehle für z.B. Raumteile, Einzelräume, Raumgruppen, Fassaden oder für das gesamte Gebäude über zentrale oder lokale Bedienelemente auszulösen.

Bei Nutzungsänderung der Räume darf keine Umverdrahtung erfolgen, sondern lediglich ein Änderung der Gruppenbildung per Software über den Bus.

 

Automatikwiederkehr

Bei örtlicher Bedienung muss die Photoautomatik ausgeschaltet werden können. Nach einer parametrierbaren Zeit von 1 bis 240 Minuten, nach der jüngsten Handbedienung muß die Photoautomatik wieder zugeschaltet werden können. Des weiteren muss die Photoautomatik auch auf unbegrenzte Zeit ausschaltbar sein, so dass nur ein separater Szenenaufruf die Photoautomatik aktiviert. Dieser Szenenaufruf muß auch zu internen Schaltzeiten parametrierbar sein. Die Automatikwiederkehr muss zu festen Uhrzeiten, zum Wechsel des Tages, nach Handbedienung automatisch (nach einer parametrierbaren Zeit), durch externen Taster und bei direkt angeschlossenen Tastern durch Tastendruck Hoch und Tief gleichzeitig einschaltbar sein.

 

Begrenzung örtliche Bedienung

Zur Vermeidung von Überhitzung muss die manuelle Bedienung auf den Bereich Cut Off (aus Lamellennachführung) bis geschlossen begrenzt werden können.

Die Begrenzung muss durch digitalen Eingang oder Szene ein/ausschaltbar sein.

 

Heiz- Kühlunterstützung durch Sonnenschutz

Bei Abwesenheit muss der Sonnenschutz die Heiz- bzw. Kühlanforderung des Raumes zur Energieeinsparung unterstützen.

Die Lamellennachführungen im Aktor müssen bei Präsenz zwischen Arbeitstag/Wochenende, Heizen oder Kühlen, Sommer zur Tageslichtoptimierung umschaltbar sein.

 

Lamellennachführung

Es muss eine automatische stufenweise Nachführung der Lamellen des Sonnenschutzproduktes in Abhängigkeit des aktuellen Sonnenstandes erfolgen. Die Sonnenstandsberechnung muss den projizierten Winkel, berechnet aus dem Elevationswinkel und dem Azimutwinkel, berücksichtigen. Hierdurch ist gewährleistet, dass kein direktes Sonnenlicht durch die Lamellen in den Raum eintritt. Gleichzeitig wird diffuses Tageslicht in den Raum geleitet um Kunstlicht zu reduzieren. Die maximal mögliche Auflösung der Lamellenwinkel ist von der Gesamtmechanik des verwendeten Behanges abhängig.

Ist ein einstellbarer oberer Sonnengrenzwert rdquo;Sonnerdquo; überschritten und ist die Einschaltverzögerungszeit abgelaufen (siehe oben), so müssen die Lamellen anhand einer in der Motorsteuereinheiten abgelegten Tabelle schrittweise dem Sonnenstand nachgeführt werden. Die Auswahl einer Position und ggf. Neigung aus dieser in der Motorsteuereinheit abgelegten Tabelle, muss über den aktuellen Elevations- und Azimutwinkel der Sonne in feinen Schritten erfolgen.

Im Gerät müssen mehrere unabhängige Nachführungstabellen vorhanden sein, welche den Controller zuordenbar sind.

 

Jahresverschattungsdiagramm

Das Jahresverschattungsdiagramm ist ein weiterer Baustein zur Optimierung des Sonnenschutzes und/oder der Tageslichtsystems.

Es müssen die tages- und jahreszeitlichen Schattenverläufe Abhängig von der Nachbarbebauung Schenkeln und Winkel für mindestens einen Punkt je Fenster bzw. Raum berechnet werden.

Basis für die Berechnung sind Gebäudepläne, geographische Lage und Ausrichtung sowie Lagepläne der schattenwerfenden Nachbarbebauungen.

Diese berechneten Schattenverläufe sind als Daten in den Motorsteuereinheiten hinterlegt und bewirken, dass der jeweilige Behang erst bei tatsächlicher Besonnung in Abschirmstellung fährt bzw. Tageslichtnutzung bei Schatten ermöglicht.

Pro Tag sind 96 Verschattungs- oder Besonnungsphasen einstellbar. Die Verläufe sind im 15-Minuten-Raster zwischen 00:00 Uhr und 24:00 Uhr definierbar. Die Phasen der Verschattung und Besonnung sind für jeweils 15 Tage identisch.

Umliegende Bebauungen können bis zu einer Entfernung von 2500 m vom betreffenden Objekt berücksichtigt werden. Die Verschattungsdaten können für Gebäude mit lotrechten Fassaden (ohne Überhänge) mit einer Gesamthöhe bis zu 999 m ermittelt werden, Innenhöfe werden dabei berücksichtigt.

 

 

 

 

 

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Einheit: Stk

Herstellerinformation

WAREMA RENKHOFF SE
Hans-Wilhelm-Renkhoff-Str. 2 97828 Marktheidenfeld

Tel +49 (0)9391 20-3036
Internet  www.warema.de/
Bereich Sonnenschutz / Blendschutz / Sichtschutz

Technischer Sonnenschutz von WAREMA, dem führenden SonnenLichtManager. Raffstoren, Rollladen, Fenster- und Fassaden-Markisen, Lichtlenk-Systeme, Rollos, Faltstores, Insektenschutz, Jalousien, Verdunkelungen, Flächenvorhänge, Vertikal-Jalousien, Terrassen-Markisen, Terrassendächer, Sonnensegel, Wintergarten-Markisen, Großlamellen, Schiebe-, Dreh- und Faltläden, Steuerungssysteme, Funksysteme.

Stand 15.01.2019   Texte 905