9.9 LARA GF

Konstruktionsbeschreibung

 

Profilserie zum Herstellen von Holz-Alu-Systemen als Pfosten-Riegel-Fassade System LARA GF.

 

Technische Anforderungen und systemspezifische Nachweise

Die Aluminium-Profile sind aus EN AW-6060 T66 in Eloxalqualität und gemäß DIN EN 755 und DIN EN 12020 anzubieten. Die Ausführung muss nach den einschlägigen Normen und Richtlinien, den anerkannten Regeln der Technik und den Angaben des Systemgebers erfolgen.

 

Schlagregendichtheit RE 1200

Luftdurchlässigkeit Klasse AE

Windlast 1500Pa/2250Pa

Eignung als absturzsichernde Verglasung TRAV 01/2003

Belastbarkeit 10 kN/m

Sichere Glashalterung des Systems

 

U - Werte nach DIN 10077-2:2003-10, Uf = 1,2 W/m²K (32mm) je nach Profilgeometrie und Füllungsdicke.

 

Gefordertes Grundsystem

 

Optinal:

 

Ansichtsbreite 50 mm, Holzbreite 50 mm

Ansichtsbreite 50 mm, Holzbreite 58-60 mm

Ansichtsbreite 55 mm, Holzbreite 58-60 mm

Ansichtsbreite 60 mm, Holzbreite 58-60 mm

Ansichtsbreite 80 mm, Holzbreite 80 mm

 

Basisprofil

Zur Übertragung der Gewichts-Last aus der

Verglasung und der Windlast wird ein Basisprofil aus Aluminium zwingend vorgeschrieben. Die Verschraubung muss mit Edelstahl-Schrauben im Abstand von 150 mm erfolgen. Die Verschraubung muss die anfallenden Lasten aus Wind und Eigengewicht durch eine statische

Berechnung nachweisbar auf die Holz-Konstruktion übertragen. Das Basisprofil muss über einen Schraubkanal zur Aufnahme der Befestigungsschrauben sowie einen Hinterlüftungskanal mit einem Querschnitt von 4 x 7 mm verfügen.

 

Dichtungen

Um die erforderliche innere feuchte- und dampf-

dichte Ebene herzustellen, wird eine APTK-Dichtung gefordert, die einteilig die komplette Ansichtsbreite überdeckt. Die Verbindung der Dichtung am T-Stoß muss durch eine Überlappung der Dichtungen erfolgen. An diesem Stoß muss mit System-Dichtstoff und bei Bedarf mit einem passenden Dichtstück die vollständige Dichtheit des Stoßes hergestellt werden. Bei weiteren Unterteilungen von Fassadenfeldern müssen weitere überlappende T-Stöße ausführbar sein. Das System muss daher mindestens 4 Dichtungsebenen mit überlappenden T-Stößen ermöglichen, um auch komplizierte Fassaden-Aufteilungen ohne Einbuße an Dichtheit ausführen zu können. Bei Einbau von selbstreinigenden Gläsern ist auf den Einsatz von silikonisierten Dichtungen zu verzichten. Es sind dann trockene bzw. Gleitpolymer-beschichtete Dichtungen einzusetzen.

Die Ausführung muss nach den einschlägigen Normen und Richtlinien, den anerkannten Regeln der Technik und den Angaben des Systemgebers erfolgen.

Es ist ein Druckverglasungssystem auszuführen bei dem die innere Verglasungsdichtung eine absolute feuchte- und dampfdichte Ebene herstellt. Dies ist insbesondere durch eine einteilige Dichtung über die gesamte Holzbreite und durch abgedichtete überlappte T-Stöße herzustellen.

 

Falzbelüftung und Entwässerung

Das System wird in der Regel in der Bauart Mehrfeld-Belüftung ausgeführt. Bei Bedarf (falls untere Pfosten-Enden geschlossen werden sollen) muss jedoch auch eine Belüftung und Entwässerung über Öffnungen in der unterseitigen Riegeldichtung möglich sein. (=Riegelentwässerung)

 

Isolator

Das System muss optional mit einem Isolator

ausführbar sein. Der Isolator muss aus Material mit einem Wärmeleitwert von 0,035 W/mK bestehen. Zur Ausführung der kontrollierten feldweisen Entwässerung trennt der Isolator die einzelnen Felder zwischen Basis- und Grund-Profil.

Glasauflage

Das Isolierglas-Gewicht wird derart über das Basisprofil in die Holz-Konstruktion geleitet, dass die innere Scheibe direkt auf dem Schraubkanal des Profils auflastet. Die äußeren Scheiben müssen über stabile Metall-Glasauflagen abgefangen werden und sind gemäss dem Gewicht und der Glasstärke der Glasfüllung zu wählen. Die Befestigung der Glasauflager erfolgt gemäss den Systemvorgaben. Es sind Glasgewichte/Füllungsgewichte bis 600 kg möglich.

Der Nachweis ist durch Vorlage einer abZ in Verbindung mit der Pfosten-Riegelverbindung Twinloc zu erbringen.

 

Füllungen

Aus Glas oder Paneelfüllungen mit einer Einbaustärke bis 64 mm. Die erforderliche Füllungsstärke ist nach bauphysikalischen Anforderungen (Wärme- und Schallschutz) sowie nach Anforderungen an den Objektschutz (RC-Klasse) und Forderungen hinsichtlich der Absturzsicherheit (Verglasung nach TRAV) festgelegt.

Einsatzelemente wie Fenster und Türen sind gesondert beschrieben.

 

Grund- und Abdeck-Profile

Die Grund-Profile (=Pressleisten) müssen im Schraubkanal des Basisprofils verankert werden. Eine direkte Verschraubung in die Holzkonstruktion ist nicht zulässig. Es sind Edelstahl-Schrauben
Durchmesser 5,5 mm mit Dichtring zu verwenden.

Die Abdeck-Profile müssen bei Bedarf mit einer Schräge

von 15° ausführbar sein, damit das Flächenwasser sicher

über die Riegel abgeleitet wird. Die Bauhöhen der Pfosten und Riegel müssen an den T-Stößen jeweils in der Höhe um ca. 4 mm abgestuft werden.

Herstellerinformation

GUTMANN AG
Nürnberger Str. 57 91781 Weissenburg

Tel +49 (0)9141 992-0
Fax +49 (0)9141 992-212
Internet  www.gutmann.de
Bereich Profilsysteme

Systemhaus mit eigener Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Aluminiumprofilsystemen und Zubehör für Fenster, Türen, Hebeschiebe und Fassaden aus Aluminium, Holz-Aluminium und Alu-Kunststoff. Innovativ und nach neustem Stand der Technik.

Stand 19.06.2017   Texte 96   Bilder 71  

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Aluminium shaped by GUTMANN 19.3.2012